Vielfalt zur Entfaltung bringen - Lernen am Modell "bi-kulturelles Trainerteam" von Musa Dagdeviren, Ahmed Hussein und Matthieu Kollig von Matthieu Kollig



Hintergrund: 

Viele Trainer für interkulturelle Kompetenz bieten ihren Kunden eine One-Man / One-Woman-Show. Ihre Ansätze sind häufig bewundernswert ausgearbeitet und wertvoll. Mitunter interessieren sich Kunden jedoch für ein Lernkonzept, das den Anspruch erhebt, Vielfalt zu integrieren. Bi-kulturelle Trainerteams, so hoffen sie, bieten authentische Einblicke in eine andere Kultur, realitätsnahe Rollenspiele und eine breitere Palette an Inhalten. Die Teams können flexibler auf gruppendynamische Prozesse reagieren und dienen Teilnehmenden als Modell für erfolgreiche interkulturelle Zusammenarbeit. Manchmal hakt es jedoch genau hier. Ein herausfordernder Kontext, starke Persönlichkeiten und unterschiedliche kulturelle Hintergründe ergeben einen Mix, der sich nicht zwangsläufig positiv auf die Teamleistung auswirkt. Wir möchten mit unserem Beitrag beleuchten, wie sich Vielfalt in bi-kulturellen Trainerteams erfolgreich entfalten kann und was man daraus für andere Teamkonstellationen lernen kann.


Inhalte:

Der Beitrag soll die Teilnehmenden zu einem Erfahrungsaustausch anregen, ihre Kenntnisse und Handlungsmöglichkeiten zu dem Thema erweitern und Raum geben für Überlegungen, wie die Erfahrungen interkultureller Trainerteams auf andere Bereiche interkultureller Kooperation übertragen werden können.


- Mehrwertanalyse: Was bringt Integration von Vielfalt?
- Wie wirkt Kultur in interkulturellen (Trainer-)Teams
- Rollen und Funktionen in interkulturellen (Trainer-)Teams
- Bewährte Umsetzungsformen
- Häufige Stolpersteine
- Vielfalt zur Entfaltung bringen: Strategien für interkulturelle Kooperation


Methoden:

- Erwartungsabfrage per Email
- Präsentationen und Lehrgespräche
- Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag
- Gruppenarbeit und Plenumsdiskussion


Impulsgeber / Moderatoren / Multiplikatoren:

2) Musa Dagdeviren (www.dagdeviren.de) arbeitet als freiberuflicher Trainer, Coach und Berater. Er wurde in der Türkei geboren, ist in Deutschland aufgewachsen und lebt seit kurzem in seiner neuen Wahlheimat Dänemark. Seine interkulturelle Karriere war von Beginn an mit den Themen Migration und Integration verbunden. Er hat fast ein Jahrzehnt Trainingsprogramme im sozialen Bereich geleitet, bevor er sich 1998 selbstständig gemacht hat, um NROs, Behörden und Unternehmen interkulturelle Trainings und systemische Beratung anzubieten. Er hat an der Universität Köln Deutsch, Literatur, Islamwissenschaften und Philosophie studiert.


2) Ahmed Hussein, geboren 1972 in Ägypten, studierte u.a. Kommunikationswissenschaft, Betriebspsychologie und absolvierte sein Studium mit dem Grad Bachelor of Culture & Communication. Seine Kenntnisse der Businesskulturen in westlichen und arabischen Unternehmen zeichnen ihn als erfahrenen Experten und Berater aus. Er verbrachte zahlreiche Projekt- und Arbeitsaufenthalte im arabischen Raum. Seit 2004 entwickelt und leitet er Trainings und Beratungsmaßnahmen zur Optimierung der langfristigen Geschäftsbeziehungen zu arabischen Partnern. Er arbeitet in drei Sprachen: Arabisch (Muttersprache), Deutsch und Englisch. Ahmed Hussein leitet z.Z. das Beratungsunternehmen "Arabia InterCulture" (www.arabia-interculture.com) und führt interkulturelle Coachings-, Trainings- und Kompetenzentwicklungsmaßnahmen bei internationalen Konzernen in den USA, Europa und in den arabischen Ländern durch. Zur Zeit promoviert er an einer Universität in Saudi-Arabien mit einem interkulturellen sozialpsychologischen Schwerpunkt.


3) Matthieu Kollig arbeitet als freiberuflicher Trainer, Coach und Berater. Er konzentriert sich dabei auf Kunden, die sich den besonderen Herausforderungen der Arbeit in interkulturellen Kontexten stellen. Bis 2006 arbeitete er im Therapiezentrum für Folteropfer in Köln, vorher war er fünf Jahre lang in der Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (V-EZ) in Bad Honnef tätig. Anfang 2007 hat er GlobalPilots (www.globalpilots.de) gegründet und damit einem Kreis von KollegInnen, mit denen er immer wieder gerne kooperiert, einen Namen gegeben. Seit Anfang November 2009 ist er Vorstandmitglied von SIETAR Deutschland e.V. Matthieu Kollig hat Psychologie studiert. Er ist französischer und deutscher Staatsbürger und hat annähernd 2 Jahre in Belfast (Nordirland) gearbeitet.

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